Im Herzen Flip-Flop

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Marokko

8 Jan 2026

Marokko – zwischen Markt, Müll und Magie

Wegen miesen Wetters kurzerhand auf die Fähre und rüber nach Tanger Med. Visa gab’s direkt an Bord – einfacher als ein Parkticket. Einreise ebenfalls entspannt: Auto auf, keine Waffen, Drogenhund nicht interessiert. Willkommen in Marokko.

Kaum an der Ostküste, standen wir mitten auf einem Markt. Gemüse wurde teilweise direkt in der Straßenrinne gewaschen – mit Regenwasser. Appetit? Kurz weg.

Der erste Campingplatz entpuppte sich als Hinterhof deluxe. So deluxe, dass wir lieber im Restaurant gegenüber aßen – inklusive Nutzung der sanitären Anlagen. Improvisation ist alles.

Weiter nach Tétouan: Chaos in Reinform. Jeder verkauft alles. Schuhe, Kabel, Schrauben, Hühner, Orangensaft in alten Wasserflaschen. Keine Touristen, dafür 100 % Leben. Laut, bunt, irgendwie ziemlich cool.

Dann Chefchaouen, die blaue Stadt im Rif-Gebirge. Hübsch, fotogen, sehr touristisch. Enge Gassen, immer die gleichen Souvenirs – und alle fragen freundlich, ob man Hasch kaufen möchte. Trotzdem: anschauen lohnt sich.

Im Gebirge war’s uns zu kalt, also ab an die Westküste. Camping an einer Lagune, Tajine im Bauch, Spaziergang – und zufällig Familie Glöckner mit drei Kindern getroffen. Sympathisch, Fass Bier dabei. Das Fass hat den Abend nicht überlebt.

Heute ging alles etwas langsamer. Küste runter durch Dörfer: freundliche Menschen, winkende Kinder, Eselkarren, LKWs, Schlaglöcher und leider Müll überall. Barbarisch viel Müll. Dafür ehrliche Begegnungen und ständig ein „Welcome to Marokko“.

Jetzt stehen wir heimlich an einer Anglermole.

Morgen geht’s nach Rabat.

8 Jan 2026
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